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Generation Z und die Rückkehr der Mechanik: Warum Uhren wieder "in" sind
Veröffentlicht am 05.02.2026

Generation Z und die Rückkehr der Mechanik: Warum Uhren wieder "in" sind

Totgesagte leben länger – und ticken lauter.

Lange Zeit prophezeiten Tech-Experten das Ende der klassischen Armbanduhr. Die Smartwatch, so die Annahme, würde analoge Zeitmesser verdrängen. Doch aktuelle Marktbeobachtungen zeigen das Gegenteil: Gerade die Generation Z (die 20- bis 30-Jährigen) entdeckt die Faszination für Federn, Zahnräder und mechanische Präzision neu.

Mehr als nur ein Statussymbol

Sicher, Uhren gelten nach wie vor als Statussymbol. Doch Branchenverbände und Online-Marktplätze wie Chrono24 beobachten eine Verschiebung der Motivation. Es geht nicht mehr nur um das "Protzen", sondern zunehmend um Wertbeständigkeit und echte Handwerkskunst.

Angetrieben wird dieser Trend auch durch die Popkultur. Wenn Stars wie Ed Sheeran ihre Sammlerstücke zeigen oder in Serien wie "The White Lotus" ikonische Modelle auftauchen, weckt das Begehrlichkeiten. Anders als bei Fast Fashion oder schnell veraltender Technik bietet eine mechanische Uhr das Gefühl von Beständigkeit.

Mechanik schlägt KI

Ein spannender Aspekt ist der bewusste Kontrast zur digitalen Welt. Joachim Dünkelmann vom Bundesverband der Juweliere brachte es treffend auf den Punkt: In einer immer schnelleren, digitalen Welt setzt die Feinmechanik einen willkommenen "Kontrapunkt".

Präzise Mechanik funktioniert ganz ohne Akku, ohne Update und ohne künstliche Intelligenz. Sie ist nachvollziehbar, reparierbar und physisch greifbar. Für eine Generation, die fast ausschließlich digital aufgewachsen ist, hat dieses "Analoge" eine fast magische Anziehungskraft.

Der "Apple Watch Effekt"

Paradoxerweise hat ausgerechnet die Apple Watch diesem Trend geholfen. Sie hat das Handgelenk als Platz für Accessoires wieder in das Bewusstsein junger Menschen gerückt. Doch irgendwann kommt der Punkt der Differenzierung: Eine Smartwatch sieht bei Millionen Nutzern identisch aus. Eine mechanische Uhr hingegen erlaubt Individualität.

Investieren in Werte

Auch das Thema "Investment" spielt eine Rolle. In Zeiten unsicherer Märkte suchen junge Menschen nach alternativen Wegen, ihr Geld anzulegen. Ob es nun eine Rolex als Wertanlage oder eine handgefertigte Uhr einer kleineren Marke (Microbrand) aus Liebhaberei ist: Die Bereitschaft, Geld für Qualität auszugeben, ist gestiegen.

Die Gen Z informiert sich dabei extrem gründlich. Vor dem Kauf werden Blogs gelesen, YouTube-Reviews geschaut und Foren durchforstet. Der Kauf ist kein Impuls, sondern eine bewusste Entscheidung für Qualität – eine Haltung, die wir bei forumveda nur bestätigen können.

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