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Wasserdichtigkeit bei Uhren: Was 3, 5 oder 10 ATM wirklich bedeuten
Veröffentlicht am 19.05.2026

Wasserdichtigkeit bei Uhren: Was 3, 5 oder 10 ATM wirklich bedeuten

Die Wahrheit über "Water Resistant"

Ein kurzer Regenschauer, das Händewaschen oder der Sprung in den Pool – Wasser ist im Alltag allgegenwärtig. Doch für mechanische Armbanduhren kann Feuchtigkeit im Gehäuse fatale Folgen haben. Oft herrscht Verwirrung über die Angaben zur Wasserdichtigkeit auf dem Gehäuseboden. Was bedeutet "3 ATM" oder "Water Resistant 50m" wirklich?

Der feine Unterschied: Druck statt Tiefe

Der häufigste Irrtum: Eine Uhr mit der Aufschrift "30 Meter" (oder 3 ATM / Bar) ist nicht für das Tauchen in 30 Metern Tiefe geeignet. Die Meterangabe bezieht sich nicht auf eine tatsächliche Tauchtiefe, sondern auf den Prüfdruck in einer Testkammer. Dabei entspricht 1 Bar (bzw. 1 ATM - Physikalische Atmosphäre) etwa dem Druck einer 10 Meter hohen Wassersäule.

Das Problem in der Praxis: Beim Schwimmen oder einem Sprung ins Wasser entstehen durch die Bewegung dynamische Druckspitzen, die den statischen Prüfdruck weit übersteigen können. Ein harter Wasserstrahl aus dem Wasserhahn kann bereits punktuell mehr als 3 Bar Druck aufbauen.

Die ATM-Klassen in der Übersicht

  • 3 ATM (30m): Spritzwassergeschützt. Die Uhr übersteht leichtes Händewaschen oder ein paar Regentropfen. Zum Duschen oder Schwimmen ist sie nicht geeignet.
  • 5 ATM (50m): Diese Uhren sind robust genug für das Duschen oder Baden, sollten aber beim Schwimmen noch abgelegt werden.
  • 10 ATM (100m): Ab dieser Klasse ist die Uhr bereit für das Wasser. Schwimmen, Schnorcheln und Wassersport (ohne große Tiefen) sind problemlos möglich. Unsere forumveda-Uhren, wie das Modell ZEITENWENDE, sind mit 10 ATM spezifiziert und somit verlässliche Begleiter für Ihren Alltag am und im Wasser.
  • 20 ATM (200m) und mehr: Echte Taucheruhren. Geeignet für das Gerätetauchen. Sie verfügen oft über zusätzliche Sicherungen wie verschraubte Kronen.

Tipps für den sicheren Umgang

Selbst die beste Dichtung altert. Temperaturschwankungen (z.B. der Wechsel von der heißen Sonne ins kalte Wasser), Kosmetika oder Salzwasser setzen den Gummiringen (O-Ringen) in der Uhr zu.

  • Lassen Sie die Wasserdichtigkeit Ihrer Uhr am besten jährlich (spätestens alle zwei Jahre) von einem Uhrmacher prüfen, besonders vor dem Sommerurlaub.
  • Ziehen Sie Krone und Drücker niemals unter Wasser oder im nassen Zustand heraus.
  • Nach einem Bad im Meer sollten Sie die Uhr mit Süßwasser abspülen, um Salzrückstände zu entfernen, welche die Dichtungen angreifen könnten.

Mit der richtigen Pflege und dem Wissen um die Grenzen der ATM-Klassen bleibt das Uhrwerk sicher und trocken.

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